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[ Sehenswertes: Start der ersten Rakete in den Weltraum ]

"Wir haben zum ersten Mal in den Weltraum gegriffen..." .



Das sagte Dr. Walter Dornberger, nachdem er den Startbefehl für die Rakete gab, die zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit in den Weltraum vordrang. 
Dieses historische Ereignis vollzog sich am 3.Oktober 1942 um 15.40 Uhr von der Nordspitze der Insel Usedom im Osten von Mecklenburg-Vorpommern. 
Die Rakete, die vom "Prüfstand VII" der Heeresversuchsanstalt Peenemünde startete, erreichte mit einer Beschleunigung von 1340 m/sek eine Höhe von 85 Kilometern und ging in einer Entfernung von 190,5 km vor der pommerschen Küste nieder. 

RAKETE Zwölf Jahre intensiver Entwicklungsarbeit gingen diesem Datum voraus. Dafür wurde 1936 in Peenemünde auf der Insel Usedom mit dem Bau der Heeresversuchsanstalt und Lufterprobungsstelle begonnen und damit zu jener Zeit das größte Forschungszentrum der Welt errichtet. 
Das Entwicklungsziel war auf militärische Zwecke ausgerichtet und die Wissenschaftler und Techniker mußten ihre Fähigkeiten in den Dienst des Krieges stellen. 
Die Flügelbombe "Fieseler 103" (die sogenannte Vergeltungswaffe V1) und die Rakete "Aggregat 4" (V2) kamen im Kriege mit schlimmen Folgen für die Zivilbevölkerung zum Einsatz. 

1945 griffen Amerikaner und Russen auf die Wissenschaftler, Techniker, technischen Dokumentationen und technischen Anlagen zu und schufen damit die Grundlage für alle nachfolgenden Raketenprojekte der USA, der ehemaligen UdSSR und weiterer Staaten. 

Wernher von Braun, ehemaliger Technischer Leiter von Peenemünde, war in den USA zusammen mit weiteren Wissenschaftlern maßgebend an der Entwicklung der Saturn-Rakete beteiligt, die die Apollo-Kapsel am 21. Juli 1969 mit Neil A. Armstrong an Bord auf den Mond brachte. Mit den ersten Schritten eines Menschen auf dem Mond erfüllte sich ein alter Traum der Forscher und Wissenschaftler. 
Wernher von Braun wurde nach diesem Erfolg Direktor der US-Weltraumbehörde NASA. 
Im heutigen Peenemünder Informationszentrum sind in der Ausstellung im Kraftwerk und auf dem Ausstellungsgelände Originalteile der Rakete A-4 und der Flügelbombe Fi-103 zu besichtigen. Ein Modell des "Prüfstandes VII" zeigt dem Besucher detailgetreu eine der Test- und Startanlagen der A-4-Rakete. 

Gleichzeitig erinnern Dokumente an die Menschen, die in Peenemünde als Fremdarbeiter und KZ-Häftlinge arbeiten mußten bzw. die bei der Entwicklung, Fertigung und beim Einsatz dieser Waffensysteme ihr Leben ließen.

 
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