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Gedächtniskapelle Peenemünde Peenemünde und Umland

Kirchenbau und Gedenkstätte zugleich

Die Kapelle in Peenemünde wurde 1876 von Baumeister Friedrich Kräger auf dem Friedhof des damaligen Fischerdorfes errichtet. Sie ist ein als Oktogon ausgeführter Fachwerkbau mit achtteiligem, schiefergedecktem Dach und laternenförmigem Aufsatz mit Bleihaube und Edelstahlkreuz.

Nach der Errichtung der Peenemünder Raketenversuchsanstalt befand sich der Kirchenbau im militärischen Sperrgebiet und wurde dem Verfall preisgegeben. Der 50. Jahrestag des ersten Bombenangriffs auf Peenemünde war Anlass, die Kapelle wieder aufzubauen. Nach umfassendem Neuaufbau in historisierender Form wurde die Kapelle am 18. August 1993 wieder eingeweiht und dient auch als Gedenkstätte für die Opfer von Peenemünde.

Die Wände des Innenraums sind in Schwarz und Weiß, die von einer Balkenkonstruktion getragene Holzdecke hell gehalten. Die schwarz-weiß gegliederte Altarwand ist Träger einer hölzernen Tafel, die durch die Gestaltung als freischwebende Fläche erscheint und durch die originalen Sprossenfenster mit Tageslicht beschienen wird.

In einem freistehenden Glockenstuhl neben der Kapelle hängt eine Glocke, die 1993 zum Gedächtnis an die Opfer von Peenemünde gestiftet und geweiht wurde. Die Kapelle steht in unmittelbarer Nähe eines in den 1960er Jahren entdeckten Massengrabes für Häftlinge aus dem KZ-Arbeitslager Karlshagen I. Deren Gebeine wurden 1968 auf das Gelände des heutigen Ehrenmahls umgebettet.

Gedächtniskapelle Peenemünde

Bahnhofstraße 1
17449 Peenemünde

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